Diamanttäubchen
  Haltung
 

 

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Henry 1,0

Haltung in der Gefangenschaft

Das Diamanttäubchen gelangte erstmalig im Jahre 1868 durch Importe des Londoner Zoos nach Europa und hat dort seit dem Jahre 1870/1871 mehrfach erfolgreich gebrütet.

Die Erstzucht in Deutschland gelang Dr. Karl Russ (* 14. Januar 1833 in Baldenburg/ Polen, † 29. September 1899 in Berlin) im Jahre 1875, durch den die Art auch in den Berliner Zoo gelangte; dort wurden jedoch erst im Jahre 1890 aus zwei Bruten je 2 Junge flügge. Seitdem ist das Diamanttäubchen in Europa und den USA wiederholt in Gefangenschaft gezüchtet worden. 

 

 

Inzwischen wird eine Vielzahl an Farbvarianten gezüchtet, neben der wildfarbigen Zuchtform kommen immer wieder Zuchtformen wie Silber, Brillant, Zimt, Reinweiß, Weißbürzel, Wildfarbiggecheckt, Braun, Braungescheckt, Isabell (Peach), Gelb oder Rot usw. in den Handel. Bei der Zusammenstellung der Paare ist immer darauf zu achten nur eine Farbform zu wählen. Denn zur Erhaltung der Farbschläge ist es wichtig nur eine Farbvariante miteinander zu kombinieren. Zu erwähnen bleibt, dass wildfarbige Täubchen dominant gegenüber den anderen Farben vererben und somit erst einmal ein Teil der Nachkommen wildfarbig erscheint.

Besonders in der Zucht von Schecken und weißgründigen (Brilliant) Täubchen sollte man keine Wildfarbigen einkreuzen, will man die helle Farbgebung erhalten.

Es kommt vor, dass sich zwei verschiedene Zuchtfarben untereinander ablehnen. Dieses Phänomen ist zwar recht selten zu beobachten, kann aber ein Indiz dafür sein das ein Paar nicht harmoniert. 

Bedenken sollte man, dass Diamanttäubchen nicht zahm werden. Es gibt durchaus Täubchen die bei einem ruhigen Umgang mit ihnen, recht zutraulich und unerschrocken werden/bleiben. So bricht nicht gleich Panik aus, wenn der vertraute Pfleger an die Voliere tritt.
Einige meiner Täubchen bleiben selbst bei Futter- und Wasserwechsel auf den Gefäßen sitzen und harren der Dinge die da kommen sollen. 

Da sich Diamanttäubchentäuber gegenüber der eigene Art hin und wieder aggressiv verhalten, dies gilt im Besonderen in der Brutzeit, sollte man die Haltung mehrere Täuber auf engem Raum vermeiden.
 
Eine Paarhaltung ist allerdings Pflicht denn die Täubchen sind nur in gleichartiger Gesellschaft glücklich.
Es spielt, es wie bei den meisten Vögeln keine Rolle ob man zwei gleichgeschlechtliche Tiere oder ein Pärchen hält.

Bei der Haltung von zwei Täubern kann es manchmal zu Problemen kommen, vor allem dann wenn beide gleich dominant sind. Es muss halt passen! Bei der Paarhaltung von Täubern darf keine Täubin in Sicht oder Rufweite sein, denn dann gibt es einen Konkurrenzkampf der auch tötlich enden kann. Die Haltung zweier Täubinen ist dagegen, bis auf das Eierlegen, unkompliziert.  

 

Diamanttäubchen lassen sich sehr gut in der Gefangenschaft halten mit einer Lebenserwartung von 10 – 15 Jahren, in Ausnahmefällen von über 20 Jahre, sollte man sich aber Gedanken um die richtige Unterbringung machen. Diamanttäubchen sind Paarvögel mit ausgeprägtem Sozialverhalten eine Einzelhaltung schadet ihnen. In der Natur trifft man die Täubchen nie alleine sondern immer in Schwärmen und Familienverbänden an.

Im Idealfall  mit ausreichend Platz empfiehlt sich durchaus die Schwarmhaltung (Volieren ab 4 m³ = 6 - 8 Tiere). So lassen sich bei gut eingespieltem Besatz schöne Szenen beobachten wie z.B. das alle Jungtiere von allen erwachsenen Schwarmmitgliedern gefüttert werden, nicht nur von den leiblichen Eltern.

Ein Käfig kann nie zu groß sein, das Mindestmaß für ein Paar sollte mit 160 cm x 80 cm x 80 cm = 1,28 m² (Länge x Breite x Höhe)  nicht unterschritten werden. Idealerweise sollte die Voliere für ein Paar 200 x 80 x 200 cm = 1,6 m² (LxBxH) haben. Es empfiehlt sich gleich eine größere Voliere zu nehmen, die Täubchen sind schnelle und gewannte Flieger und nur in ausreichend großen Volieren zeigen sie ihr natürliches Verhalten.

Die Voliere muss hell und luftig (keine Zugluft) stehen da die Täubchen sonst vor sich hin vegetieren. Auch eine Haltung in Außenvolieren ist möglich und den Sommer über zu empfehlen. Bei Temperaturen von 18 bis 25 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 60% fühlen sich die Vögel am wohlsten. Wobei den Täubchen wärmere Temperaturen nichts ausmachen, in der Natur nehmen Diamanttäubchen noch bei 70 C° Bodentemperatur Sandbäder. Dauerhaft niedrige Temperaturen (unter - 5 C° absolute Schmerzgrenze) allerdings schaden ihnen. Eine Überwinterung in einem warmen Raum ist daher ein unbedingtes MUSS will man lange Freude an den Tieren haben. Diamanttäubchen lieben die Sonne, daher ist es sträflich zu behaupten diese herrlichen Tauben seien winterhart zu bekommen.

 

Zur Ausstattung der Voliere gehören neben Futter- und Wassernäpfen die am Boden stehen sollen, Naturäste (Birke, Buche, Erle, Feldahorn, Flieder, Hasel(nuss), Holunder, Kastanie, Kiefer, Linde, Pappel, Walnuss, Korkenzieherweide, Weide (Weide-Kätzchen, stehen unter Naturschutz), Nadelbäume:  Kiefer und Tanne, Obstbaum: Apfel, Birne, Pflaume, Zwetschke (ungespritzt) usw. in verschiedener Dicke die auch weit oben angebracht werden (Schlafmöglichkeit).
 
Eine Futterraufe für Gemüse und Gräser, auch für Nistmaterial findet diese Verwendung. 

Obst wie Äpfel, Birnen und Kiwi biete ich steht’s ganz frisch in einem flachen Napf (Keramik Blumenuntersetzer) am Boden an. 

Eine Badewanne wie sie sonst für Vögel üblich ist brauchen die Täubchen nicht. Sie gelten als äußerst wasserscheu und vermeiden den Kontakt mit Wasser wo immer sie können. 

Ihr einziges Bad ist das Staubbad das in einer extra Schale mit feinem Sand (keinen Chinchillasand verwenden) ohne Grit, es genügt den Grit aus dem Vogelsand zu sieben, angeboten wird. Hier kann man auch Heilerde in Pulverform (innere Anwendung) untermischen, diese wird auch aufgenommen und wirkt sich positiv auf die Gesundheit und die Darmflora der Täubchen aus. 

Diamanttäubchen spazieren nach Taubenart über den Boden und suchen ihn nach Futter ab. 

Beim Sonnenbad das immer am Boden stattfindet legen sie sich gern platt auf den Bauch oder halb auf die Seite und dösen. Als Sonnenanbeter lieben sie ausgedehnte Sonnenbäder, auch hier muss immer auch für Schattenplätze gesorgt werden.

Achtung diese Hölzer sind giftig: Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) Gattung Rosengewächse, Buchsbaum, Stiel-Eiche (Quercus robur) Gattung Buchengewächse.

 
 



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Update 21. Juni 2017


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